Eine gelungene Vergoldung hängt im Wesentlichen vom sorgfältigen Aufbau des Untergrundes ab.
Die Schritte vom Entwurf des Profils bis zum fertig vergoldeten Unikat.
Die Profilleiste wurde von Kathrin Schöneck entworfen und vom Schreiner fachgerecht hergestellt.
Im Folgenden werden die einzelnen Schritte vom Aufbau des Untergrundes bis
zum eigentlichen Vergolden anhand eines Kundenauftrags dokumentiert.
- Hier werden die scharfen Kanten des Rahmens mit einer Feile "gebrochen", diese feine Abrundung soll ein Abplatzen der Grundierung an dieser Stelle verhindern..
- Der Staub wird entfernt..
- Sättigung des Holzes mittels Leimtränke. Die Leimtränke besteht aus einem verdünnten Teil des Grundleimes. Sie sättigt das Holz hinreichend, damit das trockene Holz der Gundierung keinen Leim entzieht, diese Versprödung würde ansonsten zum Abplatzen des Grundes führen. Vergolder verwenden entweder tierische Haut- oder Knochenleime.
- Auftrag mehrfacher Grundierungsschichten. Die Basis für den Kreidegrund sind Hautleim und verschiedene Kreiden, die mit warmem Wasser angereichert werden. Der Grund wird nun sechs bis zehn Mal aufgetragen. Jede Schicht muss gut angetrocknet sein, um die nächste auftragen zu können..
- Übereckbearbeitung der Gehrungen..
- Schleifen der Oberfläche per Hand mit feinstem Schleifpapier. Dieser Vorgang muss sehr sorgfältig ausgeführt werden, da die kleinste Unebenheit nach dem Vergolden sichtbar wird..
- Dreifacher Polimentauftrag mit Bolus, einem Tonerdesilikat. Hier wird ein schwarzer Farbton aufgetragen..
- Polieren der Oberfläche mit Stahlwolle..
- Auflegen (Anschießen), des Blattgoldes..
- Polieren des Goldes mit einem Achatstein..
- Durchreiben des Goldes mit Bimsmehl, um den schwarzen Polimentauftrag leicht durchscheinen zu lassen. Im Anschluss wurde bei dieser Arbeit eine Überlackierung mit Schellack vorgenommen, um das Weißgold gegen Oxydation zu schützen.
- Patinierung durch Farblasur..
- Das Resultat.
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